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Fritz Wunderlich
Rarities from Opera & Operetta
1 CD | 72min | Nr. 93.093
CD 1: » Wolfgang Amadeus Mozart: Dies Bildnis ist bezaubernd schön (from: Die Zauberflöte K 620)
» Emmerich Kálmán: Wenn es Abend wird … Grüß mir mein Wien (1924 - from: Gräfin Mariza)
» Ludwig van Beethoven: O welche Lust (from: Fidelio op. 72)
» Wilhelm Kienzl: Lug, Dursel, lug – Zu Straßburg auf der Schanz (from: Der Kuhreigen)
» Wolfgang Amadeus Mozart: Ja, nun laß das Schicksal wüten (from: Zaide K 344)
» Wolfgang Amadeus Mozart: Kannst Geliebter... (from: Zaide K 344)
» Wolfgang Amadeus Mozart: Wackrer Freund, voll tiefer Scham (from: Zaide K 344)
» Wolfgang Amadeus Mozart: O selige Wonne (from: Zaide K 344)
» Luigi Cherubini: O du mein Erretter (from: Der Wasserträger)
» Luigi Cherubini: Mich trennen soll ich (from: Der Wasserträger)
» Luigi Cherubini: Gott! Täuscht mein Auge mich nicht (from: Der Wasserträger)
» Emmerich Kálmán: Gavotte und Lied des Bonaparte (from: Kaiserin Josephine)
» Emmerich Kálmán: Schön ist der Tag (from: Kaiserin Josephine)
» Emmerich Kálmán: Du bist die Frau (from: Kaiserin Josephine)

Viele einstmals bekannte Sängernamen sind längst verklungen oder nur noch vereinzelten Experten geläufig, aber der 1966 so tragisch verstorbene Fritz Wunderlich hat nicht nur die Zeiten überdauert, er ist im Grunde unser Zeitgenosse geblieben. Da seine Tonaufnahmen bereits in eine Ära fallen, die Klang und Eigenart der Stimme in nahezu vollkommener Naturtreue aufbewahren konnte, haben diese Dokumente eine seltene Zeitlosigkeit erreicht. Diese Zeitlosigkeit wird auch durch Wunderlichs ideales Stilgefühl, durch seine unaffektierte, rein aus der Musik erfasste Vortragsweise bestärkt. Der Südwestdeutsche Rundfunk stellt nun einige Stücke aus dem Tonarchiv des Hauses vor, Einzelaufnahmen des Sängers sowie Auszüge aus Rundfunk-Gesamtaufnahmen von Opern und Operetten. Am Beginn steht der beispielhafte Mozart-Sänger mit der Bildnisarie aus der Zauberflöte (1956, Dirigent: Carl Schuricht), eine besonders schöne Wiedergabe. Nicht ganz befriedigend sind einige der Operetten-Szenen, speziell aus Kalmans Kaiserin Josephine (1958), denn da wird die noch nicht ganz ausgereifte Stimme bis an die Grenzen strapaziert. Es war auch keine geschickte Idee, Kálmán zwischen Mozart und Beethoven zu plazieren, so etwas sollte bei einer Programm-Zusammenstellung nicht passieren. Das kleine Solo des Ersten Gefangenen in Fidelio erinnert an eine Rolle, die in vielen Fällen das Debüt bedeutender Tenor-Karrieren dargestellt hat. Mit dem Straßburg-Lied aus Kienzls Kuhreigen (1959) stellt sich Wunderlich mit Richard Tauber in glückliche Konkurrenz, bei den Ausschnitten aus Mozarts Zaide (1956) und Cherubinis Wasserträger (1962) ergeben sich interessante Begegnungen mit Raritäten. Die weit über Deutschland hinausreichende Wunderlich-Anhängerschaft wird die Neupublikation sicherlich mit Freude aufnehmen.

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